Porträt

 

Verschiedene Einblicke in das Leben der Menschen, die Dito mit seinem Projekt in Brasilien unterstützt.

Lucas Moisés Moreno Ferreira

"Mein Steckbrief"

Datum des Steckbriefs: 15.10.2019

Mein Name: Lucas Moisés Moreno Ferreira.

Mein Alter und Geburtstag: 22 Jahre, 15.10.1997.

Meine Hobbys: Beach Soccer, Fußvolley, Kino, Fußballspiele im Stadium, Videospiele 

Mein Schul-Unibesuch: Gymnasium am Academos College beendet und derzeit im Abschluss als Sportlehrer an der Uni UniAteneu

Seit wann bin in der Schule von Dito: März 2010

Mein Lieblingsgericht: Reis mit Bohnen und Hühnchen

Mein Lieblingstier: Krokodil

Mein Berufswunsch: Sportlehrer

Meine größte Angst: Der Verlust eines geliebten Menschen

Das mag ich überhaupt nicht: Respektlosigkeit, Lügen, Verrat und Falschheit

 

Lebensgeschichte

 

Hallo, wie geht es Euch? Mein Name ist Lucas Moisés Moreno Ferreira, ich bin 22 Jahre alt und ein Familienmensch. Ich habe eine Frau und eine 1-jährige Tochter, bin Sportstudent und stehe kurz vor meinem Abschluss. Ich bin dabei, meinen Traum zu verwirklichen und die erste Person in der Familie zu sein, die eine komplette höhere Ausbildung hat.

 

Ich habe eine Lebensgeschichte voller Kraft und Überwindung, seit ich ein Kind war. Ich wurde von meiner Mutter und meinen beiden Großeltern aufgezogen; mein Vater wollte nie mit mir in Kontakt treten. Ich habe ihn aber auch nie vermisst, denn in seiner Abwesenheit hat mich mein Großvater als Sohn aufgezogen und er ist das beste Beispiel für einen Vater, den ich haben könnte.

Meine Familie ist einfach mit geringem Einkommen.  Als ich klein war arbeitete meine Mutter den ganzen Tag als Rezeptionistin, um am Ende des Monats einen Mindestlohn zu verdienen und mich nichts missen zu lassen. Also verbrachte ich den Tag mit meiner Großmutter, die zu Hause als Näherin arbeitete und sich um mich kümmerte. Sie ist meine zweite Mutter. Auch mein Großvater verbrachte den Tag damit, selbständig zu arbeiten, um am Ende jedes Tages sein Geld zu verdienen und nichts in unserem Haus vermissen zu lassen. Und unter diesen Bedingungen ging es eine lange Zeit.

 

Im Alter von 3 Jahren wurde bei mir eine schwere Krankheit, namens rheumatisches Fieber, diagnostiziert, die nicht leicht zu entdecken war, es war ein ganzer Monat mit viel Fieber und vielen Schmerzen in den Knien. Unerträgliche Schmerzen, die mir kaum das Recht zu gehen gaben. Nach mehreren Untersuchungen die während dieser schlimmen Zeit gemacht wurden, ist eine Untersuchung nach São Paulo geschickt worden. Dort haben die Ärzte festgestellt was genau ich hatte und gaben einen ausführlichen Bericht ab. Danach blieb ich eine ganze Woche im Krankenhaus, wo meine Mutter und Großmutter abwechselnd an meiner Seite blieben. Wer diese Krankheit hat, muss alle 3 Wochen Injektionen bekommen (in meinem Fall war es Bezetacil; eine der stärksten und schmerzhaftesten Injektionen) bis zum Alter von 21 Jahren. Es ist ein Keim, der, wenn er nicht beherrscht wird, das Herz erreichen und die Krankheit verschlimmern kann. Dank des großen Glaubens, den meine Familie an unseren Herrn Jesus Christus hat, besonders meine Großmutter, haben die Ärzte nach dieser Woche im Krankenhaus die Krankheit in meinem Körper als geheilt erklärt. Das Fieber war nicht mehr da und nicht einmal die Schmerzen in den Knien, die mich fast ohne zu gehen zurückgelassen hätten. Ich verbrachte noch ein ganzes Jahr damit, vorsichtshalber Bezetacil zu nehmen und es war eine schwierige Zeit für mich und für meine Familie, die auch ohne große finanzielle Mittel zu dieser Zeit alles tat, damit ich wieder gesund werden konnte.

 

Seit meiner Schulzeit bin ich immer in einer Privatschule gewesen. Meine Mutter hat immer gesagt, dass sie mir schulischen Unterricht und Ausbildung geben wollte, den sie nie hatte. Sie hat immer hart gekämpft, um das Schulgeld bezahlt zu bekommen. Ich war 10 Jahre in einer Schule, von der ersten Klasse der Grundschule bis zur dritten Klasse des Gymnasiums, ich mochte immer Sport, hauptsächlich Fußball. Dort war ich Teil der Hallenfußballmannschaft. Ich bin mit 7 Jahren in die Schule gegangen, wo ich 3 Lehrer hatte, und einer von ihnen hat mein Leben sehr verändert. Im Jahr 2010, als ich 12 Jahre alt war, kam ein neuer Lehrer in die Schule. Viele Leute hatten bereits von ihm gehört, auch ich, sprachen über die Arbeit dieses Lehrers und wie er arbeitete und es waren immer nur gute Dinge. Dieser Lehrer war Dito.  Ich hatte viel von ihm gehört, weil er in der Nähe des Strandes lebte, wo er ein soziales Projekt des Beach Soccers hat, ein Projekt, das am Anfang darin bestand, Kinder und Jugendliche aus der Mitte der Kriminalität herauszuholen. Und genau aus diesem Grund ließ mich meine Mutter nie teilnehmen. Sie hatte einfach Angst. Dass ich durch diesen Kontakt mit anderen auch mit Drogen und Kriminalität anfange. Das änderte sich, nachdem Dito anfing in meiner Schule zu unterrichten.

 

Ich habe angefangen mit ihm Hallenfußball zu spielen und habe als Kind/Jugendlicher viel von seinen Lehren übernommen, die immer mehr als nur Fußball waren, sondern Lehren fürs Leben. Und die Zeit verging... Jeden Tag sprach ich mit Dito, jeden Tag war ich bei Ditos Trainingseinheiten in der Schule und am Strand, und so wurde diese Bindung, die ich mit Dito schuf, von einem einfachen Lehrer-Schüler Verhältnis zu einem Vater-Sohn Verhältnis. Seit er mich kennenlernte sah Dito etwas in mir, und versuchte immer, das Beste aus mir herauszuholen. Mit ihm konnte ich besser sehen, wie die menschliche Seite des Menschen ist, die Seite von dir, die deinem Nächsten helfen will, ohne etwas im Gegenzug dafür zu haben, um jemandem die Hand zu reichen, der es braucht und immer danach strebt, jeden Tag jemand Besseres zu sein.

 

Mein Traum war es schon immer, ein Fußballspieler zu werden. Ich hatte einige Möglichkeiten in Hallenfußball-Mannschaften der mittleren Bundesstaaten, aber ich habe diesen Möglichkeiten nie Kontinuität gegeben, weil es mein Studium behinderte und meine Mutter immer hart zu mir war. Dank ihrer Forderungen und Kompromisslosigkeit meiner schulischen Leisten gegenüber war ich immer ein harter Schüler mit guten Noten. Ich konnte mich nie in irgendeinem Fach erholen und bin das Jahr in der Schule nie durchgefallen. Ihr Traum war, dass ich Arzt werde, um einen guten Job zu bekommen und im Leben erfolgreich zu sein. Leider konnte ich diesen Teil ihres Traums nicht realisieren, aber ich bin dabei, meinen zu verwirklichen.

 

Am Ende des Gymnasiums, im Alter von 18 Jahren, wusste ich immer noch nicht, was ich tun wollte, aber ich hatte schon etwas im Kopf.

Im Jahr 2015, noch im dritten Jahr der Mittelstufe, hatte Dito mir von der Möglichkeit erzählt, ein 100%iges Stipendium an der UniAteneu zu erhalten, um dort Sport zu studieren. Meine einzige Verpflichtung bestand darin zu studieren, gute Noten zu bekommen und die Institution bei Universitätsspielen zu vertreten, in der Modalität, für die ich das Stipendium erhalten würde – in diesem Falle Beach Soccer.

 

Das Jahr 2016 kam, und das Stipendium war noch nicht sicher. Aber im März schickte mir Dito eine Nachricht, dass das Stipendium nun bereitstehen würde. Ich muss nur hingehen, einen Test machen und mich nach dem Ergebnis dort immatrikulieren. Und so kam es dann auch.

Ein Junge aus einer einfachen Familie, aber einer guten Familie, in der sie mir immer die beste Ausbildung und Lebensweisheiten gaben, die manchmal sagten, dass der Fußball mir nie etwas bieten würde  waren alle sehr glücklich und euphorisch, weil ich durch den Fußball ein Stipendium bekommen hatte.

Ich habe mich aus zwei Gründen für den Sportunterricht entschieden. Erstens, weil ich immer gerne Sport trieb, es war ein Bereich, der meine Aufmerksamkeit immer auf sich zog und ich wusste, dass ich, wenn ich anfing zu arbeiten, etwas tun würde was mir gefällt. Zweitens, weil ich dem größten Beispiel folgen wollte, das ich von einem Lehrer hatte, Dito. Er bot immer den besten Unterricht, Praktiken und Theorien, die ein Lehrer geben konnte. Durch ihn sah ich, wie wichtig die Rolle eines Lehrers im Leben eines Schülers ist, besonders die des Sportlehrers. Dito hat mir sehr geholfen, mir mehrere Türen geöffnet, mir einen Platz in meiner Brust verschafft, der mir fehlte und heute fühle ich mit Dito eine Liebe von Sohn zu Vater.

 

Heute bin ich fast fertig, in diesen 4 Jahren Training ist viel Gutes passiert, neben Dito war ich dreimal Beach-Soccer-Universitätsmeister vom Bundestaat Ceará, zweimal brasilianischer Meister und einmal internationaler Meister. Bedeutende Titel im Bereich des Uni Beach-Soccers und im Profibereich unseres Landes. Titel, die Anerkennung brachten und die Geschichte eines Menschen markieren.

Und am wichtigsten ist, dass ich einen Job am besten Arbeitsplatz der Welt bekommen habe, nämlich in Dito's kleiner Schule, der Schule, aus der ich komme, wo ich aufgewachsen bin und der Ort, an dem er alle Türen für meinen Erfolg geöffnet hat, der Ort, an dem ich gelernt habe, die Welt mit anderen Augen zu sehen, wo Dito mir die Kette des Guten gezeigt hat, eine Kette, die einen dazu bringt, anderen helfen zu wollen, mehr Mitgefühl und Liebe für andere zu haben und vor allem dort, wo er uns zu einem besseren Menschen macht.

Wenn ich die „Escolinha do Dito“ zu einem kulturellen Erbe der Gesellschaft machen könnte, gäbe es keine Worte, um die Größe der Bedeutung der Schule zu beschreiben oder zu messen, nicht nur in meinem Leben, sondern in dem aller Schüler, die Teil des Projekts sind, etwas, das mit einem edlen Grund begann, den Sport einer Gemeinschaft in Not anzubieten und heute eines der Hauptprojekte unseres Staates und warum nicht der Welt ist.

 

Meine 3 Wünsche

 

Wenn ich drei Wünsche hätte, dann wären es diese:

Erstens, meiner Mutter ein eigenes Heim und finanzielle Stabilität für meine Familie zu geben;

zweitens, in die Fußstapfen Ditos zu treten und dass die Menschen mich kennen durch das Erbe, das ich in jeder Ecke hinterlassen habe und werde;

und der dritte und letzte Wunsch ist es, mehrere Sprachen zu lernen und die fünf Kontinente der Erde kennen zu lernen, immer das Gute aus jeder Ecke, ihrer Kulturen und ihrer Lebensweise zu ziehen. Deutschland ist mein erstes Reiseziel, ich möchte dieses schöne und kulturreiche Land kennenlernen und ich möchte mich vor allem bei Euch, dem Zentrum La Siesta/Tor Zur Hoffnung, für die Hilfe und Unterstützung bedanken, die Ihr Dito gegeben habt, damit er hier in unserem Land so ein großartiges Projekt entwickeln konnte und diese Partnerschaft noch lange andauert.

Ana Carolina Sousa Lima

"Mein Steckbrief"

   Datum des Steckbriefs: 28.10.2019 

Mein Name:  Ana Carolina Sousa Lima

Mein Alter und Geburtstag: Ich bin 14 Jahre alt und am 24.03.2005 geboren

Hobbys: Sport und lesen 

Mein Schul-Unibesuch: Schule Nossa Senhora das Dôres 

Seit wann bin ich in der Schule von Dito: Seit 2018

Mein Lieblingsgericht: Feijoada
Mein Lieblingstier: Hund

Mein Berufswunsch: Ich möchte Diplomatin werden

Meine größte Angst: Es nicht auf die Uni zu schaffen

Das mag ich überhaupt nicht: Ungerechtigkeit

Lebensgeschichte

 

 Mein Name ist ANA CAROLINA SOUSA LIMA, wohnhaft in der Straße Rua Marechal Napion 723; Stadtteil Barra do Ceará und lebe mit meinen Eltern, meiner Großmutter und meiner Schwester von nur fünf Monaten zusammen.

 

 Ich habe das Projekt von Professor Dito durch meinen Vater kennengelernt, der an der Schule Strandfußballer war. Ich war nicht sehr an diesem Sport interessiert, aber da ich die Arbeit des Lehrers immer verfolgte, wusste ich, dass er eine Partnerschaft mit einigen Freunden aus Deutschland hatte die ihm helfen würden, neue Sportarten zu integrieren. Darauf war ich immer bedacht, die Gelegenheit nicht zu verpassen, an den angebotenen Sportarten teilzunehmen, da meine Eltern sich zu dieser Zeit keine leisten konnten. Heute nehme ich an Beach-Volleyball, Beach Soccer und Fußvolleyball teil.

 

 Ich kann und muss nur Professor Dito und dem Centro La Siesta für all die Möglichkeiten danken, die sie uns bieten und uns durch den Sport lernen lassen, nicht nur Sportler, sondern auch großartige Bürger zu werden.

 

 Mein Leben im Vergleich zur Realität vieler Kinder ist und wird gut, weil es voller Leichtigkeit und Glück ist, aber zu Hause haben wir aktuell finanzielle Probleme, weil mein Vater die Arbeit aufgeben musste um sich um meinen Großvater zu kümmern, der chronisch nierenkrank ist und dreimal in der Woche eine Hämodialyse durchführen muss, wobei er immer einen Begleiter braucht.

 

 Weil ich keine feste Arbeit habe, fehlt mir manchmal sogar etwas Essen in unserem Haus, aber diese schwierigen Momente, da bin ich mir sicher, werden überwunden.

 

 Ich erinnere mich immer daran, was meine Eltern mir sagen: Durch Bildung kann ich sein was ich will und ich kann alles bekommen, was ich will. Damit konzentriere ich mich voll auf die Schule, damit ich eines Tages alle meine Ziele erreichen und eine bessere Lebensqualität haben kann, die meine Eltern nicht hatten.

 

 Meine 3 Wünsche

 

 Mehr Freizeit mit meiner ganzen Familie haben, mein Wissen erweitern und die Welt bereisen."


 



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